Sankt Martin zieht durch den Süden

Ahlen (wf) - Der Südenstadtteil wird am Samstag, 11. November, nach Jahrzehnten erstmals wieder einen St.-Martins-Umzug erleben. Darauf freuen sich die Kinder der Mammutschule sowie die Kleinen der beiden Kindergärten Jona und Milchzahn.

 

Den Sankt-Martins-Umzug am Samstag, 11. November, im Ahlener Süden haben (v. l.) Hermann Huerkamp, Anna Brand, Elke Walter, Julia Rahberg und Alexandra Gwosdz gemeinsam geplant. Sie erwarten viele Teilnehmer. Start ist auf dem Schulhof der Mammutschule.

 

Am Montagnachmittag setzten sich Elke Walter, Leiterin der Mammutschule, und ihre Kollegin Anna Brand, Julia Rahberg, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Jona, Alexandra Gwosdz, städtischer Kindergarten Milchzahn, und Hermann Huerkamp vom Stadtteilbüro Süd zusammen, um den großen Umzug zu planen.

Die Organisatoren rechnen bei trockenem Wetter mit mindestens 500 Teilnehmern, die sich ab 17 Uhr vom Schulhof aus auf den Weg machen werden. Während die Laternen für den Umzug in den beiden Kindergärten bereits gebastelt wurden, gestalteten am Dienstagnachmittag Kinder, Eltern und Lehrer in der Mammutschule ihre Laternen. Die Vorlage dazu lieferte „Die Bastelei“, die auch das Material vergünstigt zur Verfügung stellte.

Wenn sich am Samstag die Kinder um 16.45 Uhr auf dem Schulhof der Mammutschule treffen, sind alle mit bunten Laternen ausgestattet. Nach dem Rundweg über den Bürgersteig der Straße Am Röteringshof, den Ulmenhof, Am Richterbach, Otto-Hue-Straße und ab dort wieder über den Gehweg Am Röteringshof warten auf dem Schulhof Martins-Brezel und Kinderpunsch auf die Teilnehmer. Sankt Martin wird mit seinem Pferd den Rundweg allerdings nicht mitmachen, sondern auf die Rückkehr des Zuges auf dem Schulhof warten. Die Ausgabe der Brezel und der Getränke erfolgt an vier Tischen, damit es kein allzu großes Gedränge gibt. Die Organisatoren sind sich einig, dass der Umzug die Gemeinschaft im Süden fördern wird.


Gymnastik im Sitzen macht ältere Menschen in Mexiko fit

"Können die Beine nicht mehr flitzen, dann bewegen wir uns halt im Sitzen!" lautet das Motto der neuen Sitzgymnastikgruppe. Seit Mitte September bietet die Übungsleiterin Frau Manuela Schäfer einmal pro Woche den Kurs im Gemeindezentrum St. Ludgeri an. Die Idee einer Sitzgymnastik entstand im Rahmen des Projektes "Urlaub ohne Koffer", dass bereits 2017 zum zweiten Mal für ältere Menschen im Ahlener Süden von der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde sowie vom Caritasverband durchgeführt wurde. Seither besuchen jeden Mittwoch einige Damen den Kurs.
Das Treffen fand erstmalig im Stadtteilbüro Süd statt, da das Gemeindezentrum beim Monatstermin belegt ist. Anna Wroblewski, Quartiersmanagerin vor Ort, freute sich über das starke Engagement im Alter. „Es ist schon toll, in dem Alter noch so beweglich zu sein“, sagte Wroblewski.
Im Takt zum Lied "griechischer Wein" von Udo Jürgens beginnt zunächst die Aufwärmphase in der Gruppe. Es wird geschwitzt, viel gelacht und in kurzen Trinkpausen wird der Durst gelöscht. "Die Bewegungen sollen den Teilnehmern vor allem Spaß machen, damit diese dann auch beim nächsten Mal wieder dabei sind", betont Frau Schäfer. Die Übungen werden teilweise im Stehen oder im Sitzen mit alltäglichen Gegenständen wie beispielsweise mit Wasserflaschen, Bändern,  kleinen Bällen oder Bändern ausgeführt. "Die Übungen werden so durchgeführt, dass Jeder mitmachen kann. Sie verbessern den Gleichgewichtssinn, die Kraft und die Koordination und  das macht fit für den Alltag", berichtet die Kursleiterin. Zusätzlich dient der Kurs auch als sozialer Treffpunkt. Die Gruppensitzgymnastik findet mittwochs von 11 bis 12 Uhr im  Gemeindezentrum St. Ludgeri, Gemmericher Str. 66, 59229 Ahlen statt und kostet pro Teilnahme 1 Euro. Auch neue TeilnehmerInnen sind herzlich willkommen.

 

Auf dem Foto zu sehen sind:

Elfriede Schaller, Heike Schwippe, Elisabeth Sitarek, Ulrike Pakullat, Christel Gielsdorf und die Kursleiterin Manuela Schäfer.


Stadtteilbüro vor Ort. Quartier mit Potenzial.

Das Stadtteilbüro Süd rückte zusammen mit dem Spielmobil zum Stegerwaldplatz aus. Anlass war, mehr über die Meinung der Anwohner zum Leben und Wohnen in dem Quartier zu erfahren.

Die Brache am Stegerwaldplatz ist im Visier des Stadtteilbüros. Am Dienstagnachmittag kam das Spielmobil dorthin, da im Umfeld viele Kinder wohnen. Leider zogen Regenwolken auf. Doch die Mädchen und Jungen, die gekommen waren, nutzten die Beschäftigungsmöglichkeiten intensiv – betreut von Janina Theismann und Sefa Uyanil.

Bei den Mädchen war das Schminken ein Renner. Als erstes war Jasmin (5) mit ihrer Mutter Emilia Szwaja gekommen. Der Leiter des Stadtteilbüros Süd-Ost, Hermann Huerkamp, und die Leiterin des neuen Büros nur für den Südenstadtteil, Anna Wroblewski, nutzten die Gelegenheit, um bei einem Kaffee Meinungen zum Leben im Quartiert in Erfahrung zu bringen.

Dabei ging es um den Zustand der Straßen und der Wohnungen sowie den Service von „Viva West“ als Eigentümer der Wohnungen. Emilia Szwaja zeigte sich zufrieden. „Im Prinzip ist es ruhig hier und ich habe sogar stets einen Parkplatz vor der Haustür“, berichtete die Mutter. Sie erwähnte auch, dass die Hundebesitzer in der Regel die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner vorschriftsmäßig entsorgen.

Eine andere Mutter sah in der Brachfläche durchaus die Möglichkeit, das Quartier gerade im Freizeitbereich aufzuwerten. „Wir schauen uns die einzelnen Wohnbereiche an, um zu erfahren, wie die Menschen das Leben und Wohnen vor Ort beurteilen“, erklärte Hermann Huerkamp.

 

Baldauf, Reinhard (2017):  Stadtteilbüro vor Ort. Quartier mit Potential. In: Ahlener Zeitung, 06.09.2017.

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/2971657-Stadtteilbuero-vor-Ort-Quartier-mit-Potenzial


Platz da, Kinder spielen draußen - Das Stadtteilbüro Süd und das Spielmobil sind vor Ort in Mexiko

Das Spielmobil dürfte den meisten Ahlener Kindern und Eltern längst bekannt sein und kommt jetzt auch nach Mexiko. Das Stadtteilbüro Süd und das Spielmobil-Team laden am Dienstag, 04.07.2017 von 15.30- 17.30 Uhr alle Eltern und Kinder zu einem kostenlosen Kinderspielnachmittag ein. Dazu wird die Straße Zum Richterbach in der Nähe des Spielplatzes gesperrt. "Der Straßenraum, der sonst von den Autos dominiert wird, soll für einige Stunden in eine lebendige Spielstraße für Kinder verwandelt werden", erklärt Anna Wroblewski vom Stadtteilbüro Süd. "Wir wollen den Nachmittag aber auch dazu nutzen, um mit den Nachbarn vor Ort ins Gespräch zu kommen" ergänzt Hermann Huerkamp. Das Projekt wird vom Stadtteilbüro Süd und dem JuK-Haus gemeinsam organisiert. Mit dem Spielangebot wird ein Freizeitangebot für Kinder am Nachmittag geschaffen. Weitere Informationen erhalten Sie im Stadtteilbüro Süd an der Gemmericher Straße 50 oder unter 02382 9614654.


Erzählcafè zum Thema Schulen

 

Beliebt ist das Erzählcafé im Stadtteilbüro Süd, das zum wiederholten Male stattfand. Nach den Themen Sportvereine und Kneipen im Stadtteil lag das Augenmerk diesmal auf die Schulen, so Anna Worblewski und Hermann Huerkamp vom Stadtteilbüro. "Wir freuen uns auf Geschichten und Anekdoten, an die sich die Menschen noch erinnern können, stehen diese doch für eine lebendige Stadtteilentwicklung", so die Quartiersmanager. Als ehemaliger Junglehrer der Ludgerischule war Berni Recker eingeladen, der 1964 eine gemischte Klasse mit 50 Schülerinnen und Schüler als erste Lehrerstation übernommen hatte. Recker wies auf die schöne Zeit hin, er hätte immer im Süden bleiben können, wechselte dann aber abgeordnet zur Overbergschule. Unter der Leitung von Berni Recker entstand dann auch das Ferienlager von St. Ludgeri auf Ameland, das er 15 Jahre leitete. "Der Pfarrer Kötter hatte damals die Idee, um katholischen Kindern auch einen Urlaub an der Nordsee zu ermöglichen", so Recker, was auch als ein alternatives Angebot der Ferienangebote in die DDR der damaligen DKP zu verstehen war.
Die Teilnehmer erinnerten sich insbesondere an die gedachte Trennlinie auf dem Schulhof der katholischen Ludgerischule und der Gemeinschaftsschule der Freiligrathschule. Claudia Kauder schilderte lebendig von der Rivalität untereinander: "Es gab einige Lehrer und Hausmeister, die besonders darauf achteten und auch schon mal handgreiflich wurden und mit dem Rohrstock drohten".
Einig waren sich alle, dass es sich rückblickend um eine schöne Zeit handelte, wo nicht alles gut aber der Zusammenhalt stärker als heute war. "Heute fehle in vielen Fällen den Kindern der Respekt auch den älteren Menschen und den Lehrern gegenüber," fasste Klaus Witt ein Gesprächsergebnis zusammen.

Fakten zur Schulentwicklung in Mexiko:
1928 - 1943     Akazienschule
1940 - 2012     Ludgerischule
1952 - 2012     Freiligrathschule
2012- heute     Mammutschule
1968 - heute     Geschwister-Scholl-Schule


Stadtteilbeirat stärkt die Angebote in "Mexiko"

Zum zweiten Mal tagte der insgesamt 17-köpfige Stadtteilbeirat, der die

Aufgabe hat, die Entwicklung im Ahlener Süden, auch gern im Volksmund

"Mexiko" genannt, voranzutreiben und die Bürgerinteressen vor Ort

wahrzunehmen. Zur Diskussion standen 4 Anträge zum Stadtteiletat, die

die Infrastruktur des Stadtteils und direkt die Angebotsstruktur stärken

sollen.

Unter Leitung des Vorsitzenden des Stadtteilforums Ralf Topp und

unterstützt vom Geschäftsführer Hermann Huerkamp wurden die einzelnen

Projekte Anträge vorgestellt und bewilligt.

In die Förderung kommt das Angebot "Sporteln in Mexiko", das ein offenes

Sport - und Bewegungsangebot für Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren in

der Turnhalle am Wochenende vorsieht. "Das Angebot findet bewusst am

Sonntagvormittag statt, damit Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen

können und auch die Eltern entlastet werden", so Anna Wroblewski,

Mitarbeiterin im Stadtteilbüro Süd, die das Projekt mit entwickelt hat.

Unterstützt werden soll auch die Maßnahme "Stadtteil - Oma/ Opa",

initiiert vom Familienzentrum Kita St. Ludgeri und dem Caritasverband.

Das intergenerative Angebot dient auch dazu Jung und Alt zusammen zu

bringen und gerade junge Familien zu entlasten. Auch in diesem Jahr soll

das Seniorenprojekt "Urlaub ohne Koffer" der Kirchengemeinden gemeinsam

organisiert mit dem Caritasverband durchgeführt werden. Ingrid

Reckzügel, Mitglied im Stadtteilbüro Süd und gleichzeitig Teilnehmerin

im letzten Jahr, konnte den Beiratsmitgliedern sehr anschaulich von dem

gemachten Urlaub in Mexiko im letzten Jahr berichten, so dass eine

Förderung auch hier einstimmig erfolgte.

Zur Stärkung der Kulturszene, "einer zarten Pflanze" wie der Vorsitzende

Ralf Topp verdeutlichte, soll ein "Musikercoaching" im JuK-Haus

durchgeführt werden. Auf Initiative des Teams "Rock am Schacht"

gemeinsam mit dem Stadtteilbüro ist es beabsichtigt in einem Workshop

Musiker in den Bereichen Moderation, Darstellung und Choreografien zu

schulen.

Der Stadtteiletat ist eine Förderung aus dem Bund-Länder- Programm

Soziale Stadt, das die Stadt Ahlen bekanntlich im Ahlener Süd unter

Koordination des Stadtteilbüros Süd durchführt. Hermann Huerkamp wies

darauf hin, dass noch weitere Anträge gestellt werden können, die den

Menschen im Ahlener Süden zu Gute kommen und das Miteinander und die

Lebensqualität verbessern.