Sprache als Schlüssel zur Integration

Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Darum gibt es besonders im Ostenstadtteil viele Projekte, Kurse und Maßnahmen zur Sprachförderung, von denen hier einige vorgestellt werden.

- Projekt besteht seit Februar 2012 nicht mehr.

Sprachförderung "Agenda 2010"

Agenda 2010 mal positiv: Die außerordentliche Sprachförderung in den Kindergärten geht auch in diesem Jahr weiter. Die Einrichtungsvertreter der städtischen, evangelischen und katholischen Kindertageseinrichtungen trafen sich mit Vertretern des Jugendamtes und des Stadtteilbüros im Glückaufheim, um die neuen Maßnahmen vorzubereiten.

Die Basis des Erwerbs der Muttersprache ist mit dem fünften Lebensjahr gelegt, dies ist das Wissen, dass die Sprachförderung besonders in den Fokus der elementaren Erziehung legt.

Erzieher und Eltern, die Land und Kommune wissen das. Aus diesem Grund ist die Förderung der sprachlichen Entwicklung von besonderer Bedeutung.

Sprachtest schon im Kindergarten

Kindergartenkinder wurden von Fachpersonal aus den benachbarten Grundschulen im Rahmen eines sogenannten „Delfin 4 - Testes“ geprüft und die Kinder gefunden, die eine besondere Unterstützung in ihrer sprachlichen Entwicklung brauchen. Gefördert werden in diesem Jahr 124 Kinder. An mehreren Tagen der Woche nehmen diese Kinder an Fördermaßnahmen teil.

Natürlich sind es hauptsächlich Kinder aus Migrantenfamilien, die in besonderer Weise der Unterstützung bedürfen. Eine frühe Förderung soll die Eltern unterstützen.

Das Stadtteilbüro als Koordinator

Finanziert werden die besonderen Sprachfördermaßnahmen vom Land NRW, stadtweit beantragt vom Jugendamt. Das Stadtteilbüro/Stadtteilforum wird nun Anstellungsträger für die Kräfte, die zusätzlich bis zum Sommer 2010 in die Einrichtungen gehen werden. "Insgesamt arbeiten wir mit 15 Tageseinrichtungen für Kinder problemlos zusammen", so Hermann Huerkamp, Leiter des Stadtteilbüros, "allerdings besteht ein hoher Koordinationsaufwand".

Fortbildungen für Honorarkräfte

Künftig sollen im Jahr zwei Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen zusätzlich organisiert werden. Dazu sollen Referenten eingeladen werden, die neue Erkenntnisse zur Sprachentwicklung vorstellen.

Konkret werden im Stadtteil derzeit unter anderen die folgenden Projekte vom Stadtteilforum Süd/Ost unterstützt:

  • Projekt Rucksack für Vierjährige und ihre Eltern
    Das Rucksackprojekt hat das Ziel, die Sprachkompetenz von Eltern und Kindern zu fördern. Im Kindergarten Wetterweg aber auch im Kindergarten Milchzahn werden insgesamt 5 Gruppen erfolgreich durchgeführt.

  • Elternarbeit im Übergang zur Grundschule
    In den fünf Grundschulen im Ahlener Osten und Süden werden mit den jeweiligen Kindergärten niederschwellige Angebote für die Eltern entwickelt, die den Übergang von der Kita in die Schule erleichter sollen.

  • Elternförderung an der Diesterwegschule
    An der Diesterwegschule mit dem höchsten Migrantenanteil in der ganzen Stadt soll zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt die Erziehungskompetenz der Eltern verbessert werden. Elterntraining, Familiencoaching - neue Wege werden in der Elternbildung bestritten.

  • Bei der Integrationsförderung durch Digitale Teilhabe soll den Migrantenfamilien gezeigt werden, dass der in vielen Haushalten vorhandene Internetanschluss nicht nur als Medium zur Unterhaltung genutzt werden kann. Bisher haben 89 Frauen an Medienkursen teilgenommen, die von der Ahlener Bürgernetzinitiative mit dem Integrationsteam der Stadt durchgeführt werden.



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