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Spannender europäischer Krimi

05.11.2014 11:04 Alter: 5 Jahr(e)



Der schwedische Krimiautor, der mit bürgerlichem Namen Jan Arnald heißt, stellte seinen aktuellen Kriminalroman "Neid"

vor und ließ auch einige Passagen aus dem Band "Der elfte Gast"

vorlesen. Richard Hucke vom WDR-Sprecherensemble unternahm dies mit tiefem Engagement und klarer Stimme und machte die Zuhörer neugierig auf mehr. Aber im Mittelpunkt stand natürlich der schwedische Autor, der seit Jahren in Berlin einen zweiten Wohnsitz hat, wie er verriet.

Deswegen spricht er auch so gut deutsch, und konnte jede Frage des brillianten Moderators Günter Keil humorvoll und charmant beantworten.

Die Besucher erfuhren viel und bekamen einen tiefen Einblick - einige Kostproben gefällig:

- 1,6 Millionen Bücher sind bisher weltweit verkauft.

- Arne Dahl hatte seinen Durchbruch als Schriftsteller mit seiner Krimireihe um die Sonderermittlungsgruppe bei der schwedischen Polizei, die alle mit Erfolg verfilmt wurden.

- Der Autor zeigt sich auch ein wenig verliebt in die Personen, die er selber schafft, besonders allerdings in die französische Ermittlerin Marianne Baillard, wie er zugestand.

- Das Europol - Team die "Opcop-Gruppe" in NEID, das die Ermittlungen aufnimmt, besteht aus 14 Personen aus unterschiedlichen europäischen Ländern, selbstverständlich sind die Hälfte dieser Ermittler weiblich, das sei auch idealtypisch, er glaube halt an Europa und die gemeinsamen Werte. Oder anders formuliert von Dahl "Das ist Literatur, man darf auch von der Realität abweichen und übertreiben".

- Der Autor sucht Themen, die er in der Realität findet und die er dann ausgiebig recherchiert und literarisch aufbereitet. Die Hälfte seiner Arbeit seien Recherchen, so Dahl, das Schreiben selber sei dann ein Genuss, wie ein gutes Essen.

- Das Netzwerk seiner Geschichten bestehend aus vielen Ermittlern, Standorten und Ländern habe er anfangs mit Post-it-Zetteln auf dem Fußboden zu illustrieren versucht, dann seien aber seine Kinder gekommen und hätten diese über Nacht entfernt. Augenzwinkernd verriet er, das Schreiben sei eine Mischung aus guter Planung und Improvisation.

- Nach seinen privaten Vorlieben von Günter Keil befragt, anwortete Arne

Dahl: "Ich reise viel z.B. auch gern nach Ahlen, ich spiele Gitarre und Piano, ein bisschen, und ich jogge und spiele Fußball, leider bin ich damit viel zu spät angefangen".

Sehr zufrieden zeigten sich die Veranstalter Kulturamtschefin Christina Loi und Festivalleiter Dr. Herbert Knorr, die beide bedauerten, dass das nächste Krimifestival erst in zwei Jahren ist.





                                        





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