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Rückenwind aus Düsseldorf für Ahlener Projekte

22.07.2019 10:53 Alter: 116 Tag(e)



Dass die Ahlener Stadtentwicklung auf einem sehr guten Weg ist, zeigt für Bürgermeister
Dr. Alexander Berger die Verteilung der Städtebaufördermittel für 2019 in NRW. Mehr als
die Hälfte der Tranche, die in den Kreis Warendorf geht, fließt in Projekte der Stadt Ahlen.

Über 2,5 Millionen Euro stehen der Stadt damit zur Verfügung, „um Ahlen schöner,
lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen“, so Berger in einer ersten Reaktion.
Er freue sich über den Rückhalt aus Düsseldorf und das Ansehen, das die Stadt
Ahlen beim Land genieße.

Der Hauptanteil aus dem 2,5 Millionen-Paket ist vorgesehen für den Neubau der
Südenkampfbahn. Dort, wo große Kapitel der Ahlener Sportgeschichte geschrieben
worden sind, kann mit Hilfe der rund 1,5 Millionen Euro Landesmittel ein modernes
Sportzentrum entstehen. „Eine gute Entscheidung für die Sportstadt Ahlen“, ist
Berger glücklich, das dem Schul- und Vereinssport demnächst zeitgemäße Bedingungen
zur Verfügung stehen. Mit 90 Prozent Förderung aus dem erstmals beantragten
Programm „Soziale Integration im Quartier“ erzielt der Neubau der Sportstätte die
höchste Förderquote.

Schon lange hilfreich ist in Ahlen bei der Umsetzung städtebaulicher Konzepte das Programm
„Soziale Stadt“. Von dem 70-prozentigen Zuschuss profitiert insbesondere die
Wohnumfeldverbesserung im Südenstadtteil an Kastanienweg und Föhrenweg. Vivawest
und LEG werden dort Spiel- und Aufenthaltsbereiche neu anlegen und aufwerten. „Damit
hält eine spürbar höhere Wohnqualität Einzug ins Quartier“, ist Stadtbaurat Andreas Mentz
sicher und begrüßt die mit 326.000 Euro vom Land bezuschusste Maßnahmen der
Wohnungsgesellschaften.

Ebenso kommt der Ahlener Süd-Osten über „Soziale Stadt“ in den Genuss von Fördergeldern
in Höhe von 368.000 Euro. Von Geld, „das sowohl in öffentliche als auch in privat getragene
Vorhaben geht“, spricht Andreas Mentz. So können Planungskosten für die Umgestaltung des
Dr.-Paul-Rosenbaum-Platzes finanziert werden, genauso wie Machbarkeitsstudien für
Mannschaftsgang und Maschinenzentrale auf der früheren Zeche Westfalen. Bewegung komme
damit in Projekte, „die uns schon lange unter den Nägeln brennen und für die sich nun erstmals
Ansätze zu hoffnungsmachenden Perspektiven eröffnen“, so Mentz. Gedacht ist auch an die
Kinder: Der Spielplatz an der Humboldstraße bekommt ein neues Gesicht und wird von Grund
auf umgebaut.

Bewährte Maßnahmen, die in der Innenstadt und im Ahlener Süden bereits nachhaltig Spuren
hinterlassen haben, kommen nun auch erstmals im Ahlener Süd-Osten zur Anwendung. Das Hof-
und Fassadenprogramm fördert die Initiative privater Immobilienbesitzer, ihre Hausfassaden und
öffentlich zugängliche Hofbereiche zu verschönern. Auch der Verfügungsfonds, ein in der City
erfolgreich erprobtes Format, wird als Stadtteiletat Wirkung im Süden entfalten: Zusammen mit
dem Stadtteilbüro können Bürgerinnen und Bürger künftig kleinteilige Ideen entwickeln. „Das
können Straßenfeste sein, aber auch Aktionen, um den Zusammenhalt der Bewohner zu stärken“,
sieht der Stadtbaurat ein weites Feld an kreativen Möglichkeiten.

Die Umgestaltung der Ahlener Grünanlagen kann mit Hilfe der Städtebauförderung nun auch in der
Innenstadt fortschreiten. Nach Berliner Park und Richterbach-Park folgen jetzt Sidney-Hinds-Park
und der Stadtpark. „Der Park am Bahnhof ist im heutigen Zustand erneuerungsbedürftig und nicht
barrierefrei“, stellt Bürgermeister Berger fest. Das werde sich demnächst ändern. Besser ins Licht
gesetzt werde zudem der frühere Jüdische Friedhof und die mittelalterliche Wehranlage, die wieder
sichtbar gemacht wird.

Für die Stadt Ahlen geht mit den jetzigen Förderzusagen die Arbeit erst richtig los. „Planungen
müssen konkretisiert, Abläufe koordiniert und Baubeschlüsse vorbereitet werden“, sehen Berger
und Mentz auf die Fachbereiche der Stadtverwaltung spannende Zeiten zukommen. Die
Förderzusagen seien für alle Beteiligten in Verwaltung und Politik enorm motivierend. Und was
besonders zählt: „Ahlen wird vom Land wahrgenommen und wertgeschätzt, das ist eine
Auszeichnung für die ganze Stadt“, so Bürgermeister Berger.

(Quelle: Stadt Ahlen)





     





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