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„Betonköpfe“ senden bunte Botschaft aus

13.04.2018 08:02 Alter: 125 Tag(e)



Auf dem Hansaplatz thronen nun „Betonköpfe“. Die Kunstaktion wurde jetzt von Hermann Huerkamp, Phil Jacob, Bahareh Tashakor, Maximilian Böhm und Marvin Becker vorgestellt. Sie folgten bei der Einweihung auf dem Kreisverkehr den Erklärungen von Aktionskünstler Manfred Brückner.

Schon seit einigen Wochen ist die Skulptur „Perspektive Miteinander“ zu sehen, 38 aus Beton gegossene bunt kolorierte Köpfe blickten mit freundlicher Mimik auf dem Kreisverkehr des Hansaplatzes umher. Am Donnerstagnachmittag wurde sie mit dem Segen von Pfarrer Willi Stroband nun auch offiziell eingeweiht.

Das Stadtteilbüro Süd/Ost hat das Projekt organisiert, der Ahlener Aktionskünstler Manfred Brückner mit Unterstützung von Bahareh Tashakor die künstlerische Federführung übernommen. „Wir wollten aus diesem Kreisel etwas machen“, hatte Stadtteilbüro-Geschäftsführer Hermann Huerkamp die Idee. Bei einem Urlaub in Südfrankreich holte er sich mit Thomas „Mötte“ Gerullis Inspirationen. Schließlich sollte es ein Projekt mit hoher Identifikation werden.

Die gewährleistete auch die Einbindung von aus dem Stadtteil kommenden zwölf Jugendlichen mit ihrer Abstammung aus dem Iran, Irak und Syrien, die sich als Gruppe zufällig fanden. Nachdem das Projekt im November 2016 im Schul- und Kulturausschuss abgesegnet wurde, wurden mit dem Flugblatt „Kunst im Quartier“ Jugendliche gesucht, schnell meldeten sich die ersten. „Dann hat sich das Projekt weiter durch Mundpropaganda entwickelt“, konnte sich Brückner über mangelnde Teilnahme nicht beklagen. Die Projektgesellschaft der Zeche Westfalen stellte für die Herstellung schließlich Räumlichkeiten zur Verfügung.

„Die Umsetzung hat länger gedauert als gedacht, bis alles perfekt war“, zeigte sich Phil Jacob als teilnehmender Jugendlicher zufrieden. Schließlich wurden auch erfahrene Bauleute hinzugezogen, damit die Skulptur dauerhaft stehen bleibt. Dazu wurden die einzelnen Köpfe mit ihren Stahlstangen fest im Erdreich einbetoniert.

Von der Skulptur soll die Botschaft ausgehen „Ahlen ist bunt“. Manfred Brückners Hoffnung ist dann auch, dass die Botschaft von diesem Platz in die Welt getragen wird. Zumindest bei Pfarrer Willi Stroband, der die neue Skulptur segnete, hatte dieser Eindruck schon tiefe Spuren hinterlassen: „Das Bild für ein Miteinander wird zukünftig dieser Kreisel sein.“

„Man soll hier stehen bleiben und gucken“, fand auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger das Kunstwerk gelungen, das Kunstwerk treffe den Charakter des Stadtteils. Der Integrationsratsvorsitzende Ilkay Daniszmaz fand ebenfalls lobende Worte. Zum einen sei der Standort im Zentrum des Ahlener Ostens gut gewählt, zum anderen drücke die Skulptur die Wertschätzung gegenüber den Migranten aus, die ein Teil der Gesellschaft seien.

Unterstützt wurde das Projekt aus dem Programm „Jugend stärken im Quartier“. Daneben gab es aber auch zahlreiche Beteiligte und Förderer aus dem lokalen Bereich.

 

Quelle: Ahlener Zeitung

Autor: Ralf Steinhorst





          





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