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Dieses Jahr hat alles getoppt

12.06.2017 08:01 Alter: 2 Jahr(e)



Strahlender Sonnenschein, strahlende Gesichter bei Besuchern, Veranstaltern und
Bürgermeister – das war die „Fiesta Mexikana“ am Samstag auf der Gemmericher
Straße. Der gesamte Stadtteil schien auf den Beinen zu sein, die Straße war schwarz
vor Menschenmassen.

 

Vor der großen Bühne und vor dem „Kasperletheater“ waren eigentlich immer alle Plä-
tze belegt. Nachmittags tobten vergnügt die Kinder über die Straße oder genossen mit
der Familie ein Eis.

 

"Bei dem Wetter muss man nicht nach Mexiko", befand Bürgermeister Dr. Alexander Ber-
ger bei der Eröffnung am Nachmittag. Das südländische Klima vor Ort sorge dafür, dass
sich auch in Ahlen entsprechende südliche Atmosphäre einstelle. Der Bürgermeister fre-
ute sich über die vielen "netten Leute" und hielt zur dritten Auflage des Stadtteilfestes
fest: ,,Die Fiesta Mexikana ist agekommen". Der Dank der Organisatoren galt besonders
allen Unterstützern.

 

Urim Kodzadziku, der Leiter des Juk-Hauses, das einen großen Teil des Bühnenprogram-
ms bestritt, war sich sicher: „Dreimal so viele Besucher – das kann kein Zufall sein.“ Nach
dem ersten Mal habe man noch diskutiert, ob das Fest wirklich jedes Jahr stattfinden
solle. Doch auch die zweite Auflage sei toll gewesen. „Dieses Jahr hat alles noch einmal
getoppt“, meinte Urim Kodzadziku am Abend im Gespräch mit der „Ahlener Zeitung“.
Dabei ergänzte der Leiter des Stadtteilbüros, Hermann Huerkamp, zufrieden: „Erstmals
sind über 40 Akteure auf der Bühne dabei. Voriges Jahr waren es noch 30.“ Der Flohmarkt
hatte derweil über 25 Stände. „Wir mussten zweimal die Straßensperren verschieben, da
mehr Anbieter gekommen waren, als angemeldet“, berichtete Huerkamp.

Für den kleinen Maurice (9) war viel wichtiger: „Das Eis ist lecker und die Pommes sind gut.“
Dann ging es sofort zu den Spielgelegenheiten vom „Spielmobil“. Und da spielten alle Natio-
nalitäten bestens gelaunt zusammen. „Ein tolles Bild“, freute sich Serhat Ulusoy, der sich
mit Freunden traf und sich trotz aller Verlockungen um ihn herum an das islamische Fasten
hielt.

Der reine Amateur-Flohmarkt hatte viel zu bieten. Nützliches, Spielsachen, CDs, Kleidung und
Kitsch gehörten dazu. Gleich daneben der Stand vom „Eine-Welt-Laden“.

Das fand der „Mexikaner“ Rudolphé „Rudi“ Kindler ganz toll. „Es ist schön, dass nicht nur St-
ände aus Mexiko hier sind“, lobte er.

Ohne kulinarische Spezialitäten kam natürlich auch das Stadtteilfest Süd nicht aus. Türkische
Pizza, Reibekuchen, Waffeln und Kuchen sowie vieles mehr fanden ihre Abnehmerinnen und
Abnehmer. Kühle Softdrinks, Bier und Cocktails fehlten ebenfalls nicht. Verschiedene Einrich-
tungen und Institutionen waren mit Ständen vertreten. Diese boten nicht nur Informationen,
da und dort durfte auch gespielt oder geschleckert werden.

Nonstop lief das Programm auf der Bühne. Vom Kindergarten „Milchzahn“ mit den „Tanzenden
Wackelzähnen“ und dem evangelischen Kindergarten „Jona“ mit „Superstar auf der Bühne“,
über die Mammutschule mit Tanz und Gesang sowie der Offenen Ganztagsschule (OGS) Mam-
mutschule mit ihrer Tanz-AG, bis zum Familienzentrum Kita Ludgeri und der Tanzsportabteilung
von „Vorwärts“ reichte das Angebot. Zwischendurch immer die Juk-Haus-„Show-Company“ mit
Zirkusvorführung sowie Tanz und Gesang von internationalen Hits bis zum Rap. International
gab sich Sängerin Yagurt, die sogar auch ein selbst geschriebenes Lied präsentierte.

Am Abend waren dann die „Los Tres Amigos Incontinencia de la Casita San Antonio“ an der
Reihe, die vom Trio längst zu einer Band angewachsen sind. Sie verbreiteten nicht nur spani-
sches Flair. Musik aus Südamerika stand im Vordergrund. Davon zeugte schon die kubanische
Flagge. Die heißen Rhythmen gingen bei den meisten Besuchern direkt ins Blut. So wurde
beschwingt getanzt und noch bis spät in der Nacht zusammen gesessen.

Hermann Huerkamp verteilte den ganzen Tag über Stimmzettel vom Stadtteilbüro Süd: „Geben
Sie unserem Park einen Namen“, hieß es. Vorgeschlagen waren: Richterbachpark, Park am
Richterbach, Mexi-Park und Park im Erlengrund. Auch ein eigener Vorschlag war möglich.

Bei dem Wetter muss man nicht nach Mexiko.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger

Text von Reinhard Baldauf/Ahlener Zeitung

Bildautor: Jürgen Otto





                                                                      





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